Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Ihr Kind kommt zu uns in die Krippe. Damit die Eingewöhnung Ihres Kindes gelingt, ist es von großer Bedeutung, dass sich alle Beteiligten (Eltern, Kind und pädagogisches Personal) genügend Zeit dafür nehmen.
Die Dauer der Eingewöhnung richtet sich immer nach den Bedürfnissen Ihres Kindes.
Sie können die Eingewöhnung jedoch erleichtern, indem Sie schon lange vor dem Beginn des ersten Kindergartentages die Selbständigkeit Ihres Kindes fördern. Kleine Dinge, wie z.B. Mithelfen beim An- und Ausziehen, gibt Ihrem Kind Selbstvertrauen und macht nicht so stark abhängig von Erwachsenen.
Kann sich Ihr Kind ohne digitale Medien, wie Handy oder Fernseher, für einen kurzen Zeitraum allein beschäftigen oder sucht es noch dauerhaft Ihre Aufmerksamkeit?
Es ist sinnvoll schon zu Hause kleine Abschiede zu üben. Dies beginnt, wenn z.B. Sie z.B. kurz in den Keller gehen und weitet sich aus, z.B. bei einem Besuch bei Oma und Opa.
Können und wollen Sie sich von ihrem Kind einige Zeit trennen? Ihr Kind spürt, wenn sie ein ungutes Gefühl oder Zweifel haben. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie Ihrem Kind vermitteln, es ist in Ordnung hier im Kindergarten zu sein. Dieser Ort ist sicher für dich, du schaffst das.
Phase: die Eingewöhnung vorbereiten
Erklären sie Ihrem Kind, dass es nun bald in die Krippe gehen wird. Laufen Sie gemeinsam den Weg dorthin ab und schauen Sie sich das Gebäude und das Außengelände an.
Machen Sie einen gemeinsamen Einkauf: Suchen Sie zusammen Hausschuhe und Rucksack, sowie Brotdose aus.
Achten Sie hierbei auf ein einfaches Auf-und Zumachen. Dies gilt ebenso für Schuhe, Jacken und alle anderen Dinge. Ihr Kind soll mit unserer Hilfe lernen, später alles alleine zu bewältigen.
Sprechen Sie ausschließlich positiv vom Kindergarten und freuen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind.
Lesen Sie Bücher vom Kindergarten vor.
All das steigert die Vorfreude.
Phase: Das Eingewöhnungsgespräch
Wir laden Sie gerne zu einem Eingewöhnungsgespräch zu uns in die Käferchengruppe ein. Hier findet mit uns ein erstes Gespräch statt, damit die Grundinformationen zu Ihrem Kind besprochen werden können. Ihr Kind hat an diesem Tag die Möglichkeit, unsere Einrichtung, die Käferchengruppe und unser pädagogisches Personal kennenzulernen. Wir nehmen uns gerne die Zeit, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Wir beantworten Ihre offenen Fragen und informieren Sie über den Ablauf der Eingewöhnung, so wie auch die ersten Termine werden abgesprochen.
Phase: Das Kennenlernen: Es ist soweit! Der erste Tag in der Krippe. Sie begleiten Ihr Kind in den Kindergarten
Am ersten Tag erleben Sie mit Ihrem Kind die Abläufe im Tagesgeschehen. Da alles noch neu und unbekannt ist, wird Ihr Kind zunächst noch zurückhaltend und vorsichtig sein. Deshalb sind nur Sie während der Kennenlerntage für ihr Kind verantwortlich.
Das heißt, Sie wickeln Ihr Kind und begleiten das gemeinsame Frühstück.
Wir bleiben in der Nähe des ihres Kindes, nehmen vorsichtig Kontakt auf, drängen uns aber nicht auf. Wir werden hauptsächlich beobachten und stehen Ihnen als Ansprechpartner bei Fragen zur Verfügung. In dieser Phase bleiben Sie mit Ihrem Kind je nach Absprache ca. 1,5 Stunden unserer Einrichtung.
Phase: Sicherheit gewinnen: Sie begleiten ihr Kind in die Einrichtung
In den nächsten Tagen gewinnt Ihr Kind die Sicherheit, die es braucht, um sich trennen zu können. In dieser Phase bekommen Sie von uns einen festen Sitzplatz im Gruppenraum zugewiesen. Dies ist der sichere Hafen für Ihr Kind. Bitte bleiben Sie unbedingt sitzen und verhalten Sie sich weitgehend passiv.
Ermuntern Sie Ihr Kind, die Gruppe zu entdecken und sagen Sie ihm, „Ich bleibe hier sitzen und schaue dir zu.“
Ihr Kind darf jederzeit zu Ihnen kommen, vermeiden Sie jedoch, Ihr Kind zu „bespielen“.
Nehmen Sie nach Möglichkeit keinen intensiven Kontakt mit den anderen Kindern auf, dies könnte Eifersucht auslösen.
Verstauen Sie unbedingt Ihr Handy in der Tasche und holen Sie es nur in dringenden Notfällen heraus.
Wir nehmen nun aktiver Kontakt zu Ihrem Kind auf, z.B. indem wir Ihrem Kind ein beliebtes Spielzeug anbieten oder auf die Signale Ihres Kindes reagieren.
Bisher wurde Ihr Kind ausschließlich von Ihnen gewickelt und beim Frühstück evtl. gefüttert.
Nun begleiten wir diese Situationen beobachtend und übernehmen möglicherweise schon in Ihrem Beisein Teile dieser Aufgaben.
Im nächsten Schritt übernehmen wir im Beisein von Ihnen weitgehend die Versorgung Ihres Kindes. Sollte Ihr Kind dies noch nicht zulassen, begleiten Sie Ihr Kind und helfen mit. Gerade die Wickelsituation ist für Kinder sehr sensibel und setzt großes Vertrauen Ihres Kindes voraus.
Ihr Kind kann sich erst dann gut von Ihnen trennen, wenn es bei uns in der Krippe eine gewisse Sicherheit gewonnen hat.
Deshalb:
Keine Trennung in den ersten sechs Tagen!
Die erste Trennung findet nicht an einem Montag statt. Das vorherige Woche und die zart gewonnene Rutine im Kindergartenn liegt durch das Wochenende zu weit zurück.
Wir besprechen mit Ihnen gemeinsam, wann der Zeitpunkt für eine kurze Trennung ist. Dies kann zunächst nur eine viertel Stunde sein und weitet sich nach und nach aus.
Sie begleiten Ihr Kind wie gewohnt in die Krippe und bleiben noch eine Weile auf ihrem Platz. Nach Absprache mit uns findet dann die Trennung statt.
In unserer Einrichtung gibt es einen Eltern-Warte-Bereich, hier können Sie sich gerne zurückziehen.
Verabschieden Sie sich liebevoll, klar und deutlich. Wenn möglich, immer mit dem gleichen, kurzen Ritual. Zögern Sie den Abschied nicht in die Länge und sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie es wieder abholen.
Versuchen Sie auf keinen Fall, sich hinauszuschleichen. Dies kann das Vertrauen Ihres Kindes zu Ihnen als Eltern stören.
Wir helfen Ihrem Kind, die Trennung zu meistern, in dem wir es trösten, wenn es weint. Wir helfen Ihm, in ein Spiel zu finden. Unser strukturierter Tagesablauf mit gleichbleibenden Ritualen geben Ihrem Kind Sicherheit und Geborgenheit.
Während der Eingewöhnung und besonders beim Verabschieden kümmert sich eine feste Bezugsperson um Ihr Kind. Das gibt Ihrem Kind, die nötige Verlässlichkeit, die es in dieser Zeit braucht.
Trotzdem hat Ihr Kind die Möglichkeit, Kontakt zu anderen Erzieherinnen im Gruppenraum zu knüpfen.
Seien Sie bitte immer und überall erreichbar, sodass wir Sie in Notfällen anrufen können.
Kommen Sie immer pünktlich zur vereinbarten Zeit zurück.
Je regelmäßiger Ihr Kind zu uns in die Krippe kommt, desto schneller wird es Vertrauen in uns und in unsere Einrichtung haben.
Wenn Sie Ihr Kind abholen, ist der Krippentag bei uns Käferchen zu Ende. Verabschieden Sie sich gemeinsam von uns und den Kindern und gehen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam nach Hause.
Sorgen Sie zu Hause für Entspannung und Ruhe. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Kind. Ein Kindergartenalltag ist anstrengend und will verarbeitet werden.
Die Dauer der Trennung wird nun mit Absprache verlängert, bis Ihr Kind problemlos bis zur gebuchten Zeit bei uns in der Krippe bleibt.
Sich gut trennen können, bedeutet nicht, dass alles reibungslos abläuft. Nach wie vor kann es immer mal wieder zu Tränen und Abschiedsschmerz kommen.
Wichtig ist, dass Sie in Ihrer Haltung klar bleiben, Ihr Kind die Trennung akzeptiert und seinen Schmerz überwindet. Es soll Trost und Sicherheit bei uns finden und erleben, dass spannende Erfahrungen auf Ihr Kind warten.
Phase: Stabilisierungsphase und Schlussphase
Wenn die Eingewöhnung Ihres Kind abgeschlossen ist, entscheiden wir zusammen mit Ihnen, wie lange Ihr Kind ohne Sie in der Einrichtung bleiben kann.
Die Schlussphase ist dann erreicht, wenn Ihr Kind uns als sichere Basis und Vertrauensperson akzeptiert hat.
Wichtig sind hierbei verlässliche Bezugspersonen, wir als pädagogisches Personal und Sie als Eltern. Ebenso kann es für Ihr Kind am Anfang eine Herausforderung sein, den Gruppenraum zu wechseln (z.B. Turnraum,…) oder ein sich ändernder Tagesablauf, z.B. Ausflüge.
Was sich für sie als Eltern sehr spannend und toll anhört (z.B. Ausflug zur Feuerwehr) kann für Ihr Kind als sehr beängstigend wahrgenommen werden.
Deshalb lassen Sie Ihr Kind bitte am Anfang der Eingewöhnung an solchen Tagen zu Hause.
Ankommen und Heimgehen – tägliche Übergänge behutsam gestalten
Ankommen und Heimgehen bleiben auch nach der Eingewöhnungszeit kleine Übergänge, die jeden Tag wieder neu bewältigt werden müssen. Kinder brauchen immer etwas Zeit, um sich auf die Veränderung einstellen zu können. Haben Sie Geduld und bleiben Sie verlässlich.
Phase: Abschlussgespräch
Nach ca. 3 Monaten laden wir Sie zu einem Eingewöhnungsgespräch ein. Hier können Sie mit all Ihren Fragen zu uns kommen.
Wir berichten Ihnen gerne vom Krippenalltag Ihres Kindes.